Mittwoch, 30. September 2015

Herbstzeit

Bei uns ist mal wieder ganz goldiges Herbstwetter - warme, sonnige Tage und kalte Nächte sorgen für für viele bunte Blätter. Teilweise gibt es dann so ungewöhnliche Verfärbungen wie an dem Weg zu unserem kleinen Waldstück - der Baum hat noch grüne Blätter bis auf diesen einen Ast, an dem sich schon alle Blätter rot verfärbt haben.


Wunderschön, oder?
Diese bunten Blätter erinnern mich daran, dass es bald wieder November sein wird und das bedeutet für mich: Schreiben, schreiben, schreiben. Ich werde (wie die Jahre vorher schon) am NaNoWriMo (www.nanowrimo.org) teilnehmen und in der Zeit meinen ersten Entwurf für den neuen Hansel & Pretzel-Krimi schreiben. Ich muß gestehen, dass ich noch keine rechte Idee habe, was bei Linn dieses Mal passieren wird. Ich weiß nur eins: Dieses Mal muß Santa Claus daran glauben. Ja, genau - ich werde den Weihnachtsmann umbringen :-).
Mal sehen, wie sich das entwickeln wird...

Dienstag, 16. Juni 2015

Fast geschafft!

Die Veröffentlichung des zweiten Messekrimis 'Wunderplunder' steht kurz vor der Tür!

Letzte Woche hab ich einen sehr pinken Schreck bekommen, als ich den ersten proof der Druckerei in den Händen hielt. Für ein ChickLit-Roman wäre die Coverfarbe okay gewesen, aber für einen potentiell männlichen Leser absolut abschreckend! Daher mußte ich noch mal ran und fühlte mich beim kalibrieren des Computers und der Farbwahl sehr stark an meine Arbeit in der Werbeabteilung erinnert: Pantone-Farben, HKS-Farbfächer, Color Matching :-).
Jetzt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und ich hoffe, daß es euch auch gefällt.

Nur noch wenige Tage bis das Buch bei Amazon und in einigen Buchhandlungen erhältlich sein wird!

Dienstag, 12. Mai 2015

Leseprobe zu 'Wunderplunder'

Nach ein paar unglaublich heißen Tagen (wenn der Schnee hier erstmal geschmolzen ist, haben wir gefühlte zehn Tage Frühlingswetter und dann bricht der heiße Sommer über uns herein!) und einem tollen Wochenendausflug nach Buffalo, New York - mit 260.000 Einwohnern übrigens die größte (!) Stadt nach New York City im Bundesstaat New York - gibt es jetzt endlich eine Leseprobe von 'Wunderplunder' (hier: http://messekrimi.blogspot.ca/p/blog-page_630.html).
Das Cover nimmt auch immer mehr Form an, so daß Sonia und Alex voraussichtlich im Juni wieder auf dem Messegelände ermitteln werden!

Freitag, 27. März 2015

'Kurzsturz' - das Werk einer kanadischen Autorin :-)

Kaum zu glauben, dass seit meinem letzten Eintrag schon fast drei Monate vergangen sind! Und ich kann mich noch nicht einmal damit herausreden, dass ich so viel an einem neuen Messekrimi gearbeitet hätte...
Stattdessen hab ich in den letzten Wochen viele Workshops vorbereitet und unterrichtet. Mein absoluter Favorit war 'Kochen mit Schokolade', ein 4-gängiges Menü und in jedem Gang gab es Schokolade - lecker! Bis Ende April unterrichte ich noch fleißig und dann habe ich hoffentlich endlich Zeit, mich um das Cover für den zweiten Band 'Wunderplunder' zu kümmern, damit dieser dann im Sommer endlich veröffentlicht werden kann.
Ach ja, und ich war zu einem Gastvortrag an der Universität in Waterloo eingeladen. Dort hab ich 1 1/2 Stunden mit kanadischen Germanistikstudenten über 'Kurzsturz', Regionalkrimis und das Schreiben an sich diskutiert. Ein wenig komisch war es schon, dass damit mein erster öffentlicher Auftritt als Autor vor nicht-deutschen Muttersprachlern war.

Letzte Woche habe ich bei einem Besuch in der Hauptgeschäftstelle der Kitchener Bücherei folgendes entdeckt:



Kanadische Autoren werden hier in den Büchereien mit sehr viel Liebe und Nationalstolz behandelt, so dass jedes Buch eines Kanadiers ein kleines rotes Ahornblatt auf dem Buchrücken zur schnellen Wiedererkennung erhält. Ich bin dann durch die drei Reihen der deutschen Sammlung gegangen - und was soll ich euch sagen? Neben zwei übersetzten Büchern von Alice Munro und Margaret Atwood war 'Kurzsturz' an dem Tag das einzige Buch mit einer kanadischen Flagge und damit bin ich die einzige deutsche Autorin, die von der Bücherei als 'kanadisches Eigengewächs' angesehen wird :-).

Mittwoch, 31. Dezember 2014

eBook 'Kursturz' nicht mehr erhältlich!

Vor wenigen Minuten habe ich das eBook von 'Kurzsturz' vom Verkauf zurückgezogen. Denn kurz vorher habe ich einen Vertrag mit einem Verlag unterschrieben. Die eBooks von 'Kurzsturz' sowie dessen Nachfolger 'Wunderplunder' werden ab 2016 beim Gmeiner Verlag erscheinen!
'Kursturz' wird weiterhin als Printversion zur Verfügung stehen und der zweite Teil 'Wunderplunder' wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 ebenfalls als gedruckte Version erscheinen. Ich hatte den Herbst über weniger Zeit an dem Nachfolger zu arbeiten, als ich ursprünglich dachte, daher verschiebt sich dieser Veröffentlichungstermin ein bißchen. Für diejenigen, die wissen wollen, was auf dem Messegelände im zweiten Teil passieren wird, werde ich in den nächsten Monaten eine kleine Leseprobe hochladen.

Das soll es dann auch heute schon fast von mir gewesen sein:
Danke für die gekauften und verschenkten Exemplare und das Weitererzählen im Freundes, Bekannten- und Familienkreis!
Danke natürlich auch für die Korrekturanmerkungen, Verbesserungsvorschläge, andere Kritiken und besonderen Dank für euer Lob :-)! 

Auf diesem Weg wünsche ich allen Lesern einen guten Start ins neue Jahr!

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Künstlerische Freiheit

Wer hat nicht schon mal darüber nachgedacht, seinen Chef umzubringen?

Die 18jährige Hausangestellte Carrie tat am 8. Februar 1915 genau dies: Sie öffnete die Haustür und schoß ihren Arbeitgeber, der gerade die Stufen zu dem herrschaftlichen Haus in Toronto hinaufkam, nieder. Der Aufschrei der kanadischen Bevölkerung war groß. Gerade waren die ersten kanadischen Truppen in Frankreich zur Unterstützung im ersten Weltkrieg gelandet und die Kanadier waren sowie so schon nervös und unruhig. Und dann wagte es eine junge Hausangestellte ihren Herrn kaltblütig zu erschießen - sofort interpretierte man dies als den Verfall der Gesellschaft.

Charlotte Gray nimmt in ihrem Non-Fiction-Buch 'The Massey Murder' diesen Fall genaustens unter die Lupe. Im Zuge des diesjährigen One Book One Community-Event (OBOC) war die kanadische Autorin im September für ein paar Tage zu Gast in der Stadt und sprach bei diversen Veranstaltungen über das Buch und ihr Dasein als 'creative non-fiction author'.
Am besten war die Diskussion zwischen ihr und dem Moderator Eddie Greenspan in der Kitchener Central Library. Greenspan, der wohl berühmteste kanadische Strafverteidiger, nahm die Autorin regelrecht in ein Kreuzverhör, wie man denn 'non-fiction erfinden könne'. Eine durchaus berechtigte Frage, denn entweder der Autor denkt sich etwas aus und es ist 'fiction' oder er bezieht sich auf Tatsachen und es ist 'non-fiction'. Wie kann es eine künstlerische Freiheit in einem Sachbuch geben?
Gray sagt dazu, dass sie für keins ihrer Bücher 'Geschichten erfindet'. Sie betreibt eine immense Recherche, um Details zu finden, die die eigentlich nüchternen Tatsachen bildhaft untermalen können. Dazu liest sie Tagebücher, Briefe, Gerichtsunterlagen, Zeitungsartikel, Familiengeschichten und wenn vorhanden schaut sie sich auch Fotos und Videos an. Daneben liest sie viele Bücher von anderen Autoren, die sich mit dem Thema beschäftigen, um so ein möglichst umfassendes Bild zu einer bestimmten Person und Zeit zu bekommen. Sie stellt sich Sachen vor, aber sie erfindet sie nicht. Jede wörtliche Rede in ihren Büchern entstammt einer schriftlichen Quelle. Es gibt keine Charakter, Events oder eben Dialoge, die sie sich ausgedacht hat. Sie ist der Meinung, sie muß sich gar nichts ausdenken, denn es gäbe genügend Drama im richtigen Leben. Sie würde einfach nur zwei Dingen Aufmerksamkeit schenken: Dem großen Ganzen (the big picture - im Falle von 'The Massey Murder' dem kanadischen Land im ersten Weltkrieg) und den kleinen Details (wie z.B. dem schäbigen und abgenutzten Wollmantel der jungen Mörderin Carrie).
Nach ihrer Meinung liegt ihre kreative Leistung allein darin, dass sie die Begebenheiten aus der Sicht des Hauptdarstellers erzählt, der völlig unwissend durch das Buch bzw. das reale Ereignis stolpert. Denn während der Leser häufig das Ende einer ihrer Geschichten schon kennt, weiß der eigentliche Protagonist ja noch nicht, was mit ihm passieren wird.


Nach einem sehr lebhaften Gespräch zwischen den beiden war ich dann später wieder froh, an meinen Schreibtisch mit meiner Fiktion zurückkehren zu können. Wenn ich bei meinen Krimis demnächst an einen Punkt stoßen werde, wo es zunächst so scheint, als wenn ich feststecken würde, werde ich mir keine allzu großen Sorgen mehr machen. Denn ich habe alle Freiheiten, das Problem zu lösen. Im Gegensatz zu jemandem wie Charlotte Gray, die nur innerhalb einer sehr festgesteckten Rahmenhandlung agieren kann - und es dennoch schafft, dass sich ihre Bücher spannend lesen.