Montag, 30. Mai 2016

Der Erfolg über Nacht



Während eines Workshops mit der New York Times Bestseller-Autorin Kelley Armstrong sagte sie letzte Woche den folgenden Satz: „Keep on trying, there is no overnight success for writers.” (Versucht es immer weiter, denn für Autoren gibt es keinen Erfolg über Nacht).

Manchmal scheint es, als wenn Schriftsteller wie aus dem Nichts auftauchen, unglaublich viel Geld für ihr noch unveröffentlichtes Buch geboten bekommen und sich auch nach der Veröffentlichung eine goldene Nase daran verdienen. Aber stimmt das wirklich?
Abgesehen von Stephenie Meyer, die angeblich ihre Twilight-Serie innerhalb von drei Monaten aufs Papier gebracht hat und vorher nicht eine einzige Geschichte geschrieben hat, scheint es niemanden zu geben, auf den diese Beschreibung zu trifft. Alle anderen haben hart für ihren Erfolg gearbeitet. Haben sogenannte ‚trunk novels‘ zuhause – Romane, die sie vor dem Erfolg geschrieben haben, die sich nicht verkaufen ließen und für die sich der jeweilige Autor jetzt vielleicht sogar schämt und sie deshalb ganz weit hinten im Kofferraum seines Autos versteckt.
Fünf Jahre lang zog Agatha Christie Ablehnungsschreiben aus ihrem Briefkasten, bevor sie ihr erstes Buch verkaufen konnte; Stephen Kings ‚Carrie‘ wollten über 30 Verlage nicht verlegen; 24 Agenten lehnten die Bücher von Nicholas Sparks ab; 16 Agenten und 12 Verlage hatten kein Interesse an den Justizkrimis von John Grisham; nach 76 Ablehnungen für eines seiner Bücher schrieb Jasper Fforde ‚The Eyre Affair‘ und landet damit einen New York Times Bestseller.

Es gibt keine Abkürzungen im Leben eines Autors. Man kann keinen Zauberstab schwingen und zack, ist das Buch mal eben über Nacht geschrieben. Schreiben ist ein Prozeß. Ebenso wie Autor werden. Das fällt (in der Regel) nicht einfach vom Himmel. Jeder Erfolg braucht seine Zeit.
Also: Dranbleiben :-)!

Mittwoch, 27. April 2016

Nicht mehr lange

Die Überarbeitungen zum dritten Messekrimi 'Möhrenmord' gehen in die letzte Runde! Und natürlich ist jetzt ein grober Schnitzer von mir aufgetaucht (Lieben Dank an meine Korrekturleser!), den ich noch irgendwie ausbügeln muß. Aber keine Sorge  - bis zum Sommer hab ich ja noch ein bißchen Zeit.
Daher für euch schon mal ein kurzer Auszug:

http://messekrimi.blogspot.ca/p/mohrenmord.html

Dienstag, 29. März 2016

Leipziger Buchmesse

Unerwartet und spontan war ich vorletzte Woche für einen kurzen Besuch in Deutschland. Da in Leipzig gerade die Buchmesse war, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, für einen Tag nach Leipzig zu fahren, um nach sechs Jahren Abstinenz endlich mal wieder über eine deutsche Buchmesse zu schlendern.
Und es war großartig! Auch wenn der Tag sehr lang und anstrengend war, hat es sich gelohnt. Abgesehen von den zahlreichen neuen Titeln und Hörbüchern, die jetzt auf meiner 'zu kaufen'-Liste gelandet sind, saß ich bei einigen Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen im Publikum und hab gespannt zugehört, was andere Autoren zu erzählen hatten.

Eine Sache ist mir dann allerdings doch ein wenig negativ aufgefallen: Selfpublisher gehören immer noch einer Sorte Autoren an, die von der restlichen Bücherwelt (teilweise andere Autoren, Buchhändler, aber vor allem auch Literaturagenten und Verlage) belächelt und fast nicht ernst genommen werden. Dieses Phänomen kann ich nicht recht nachvollziehen. Zugegebenermaßen kann heutzutage jeder, der Zugang zu einem PC hat, ein Buch veröffentlichen und da mag die Qualität nicht immer super sein. Aber wie schon 'Fifty Shades of Grey' gezeigt hat, ist es nicht immer gute Qualität, die Leser begeistert. Selbst erfolgreiche Bestsellerautoren wie Danielle Steel oder James Patterson, die seit Jahren ein Buch nach dem anderen regelrecht 'raushauen', schreiben in einem für sie bekannten und ziemlich einfachen Schema. Als qualitativ hochwertige Schriftsteller würde ich beide nicht bezeichnen - aber sie haben es verstanden, das zu schreiben, was gern gelesen wird.
Auch in der Masse der Selfpublisher gibt es viele, die sehr erfolgreich Bücher verkaufen und sehr gut (teilweise besser als unter vertragstehende Autoren) verdienen. Wie kommt es dann, daß ein Selfpublisher mit fünf oder mehr erfolgreichen Büchern und über 150.000 verkauften Exemplaren geringschätzig angelächelt wird von einem frischgebackenen Verlagsautor, der gerade versucht, den Verkauf der ersten 3.000 Exemplare seinen erstes Buches durch zahlreiche Lesungen und Vorträge anzukurbeln?
Ist ein Autor mit einem Verlagsvertrag der bessere Autor?
Das Schreiben von Büchern ist in der Regel eine sehr einsame Angelegenheit und ich persönlich freue mich immer riesig über den Austausch mit Kollegen. Dabei mache ich keinen Unterschied, ob derjenige Fantasyromane oder Krimis schreibt, viele oder wenig Bücher verkauft, einen Verlagsvertrag hat oder Selfpublisher ist, oder in Deutschland oder sonstwo lebt.
Jeder, der es geschafft hat, einen Gedanken, eine Idee aus dem Kopf aufs Papier zu bringen und zu veröffentlichen, ist in meinen Augen ein Autor, dem man mit Respekt begegnen sollte. Ich mag auch nicht alles lesen, was meine Kollegen veröffentlichen, und mir gefällt auch nicht alles. Aber dennoch respektiere ich sie für die Zeit, die Mühe und das Herzblut, welches sie in ihr Buch investiert haben.
Ich wünsche mir, daß bei der nächsten deutschen Buchmesse, die ich besuchen werde, die restliche Bücherwelt den Selfpublishern auf Augenhöhe begegnet - und nicht auf sie herunterblickt.

Dienstag, 23. Februar 2016

Let's read in English!

Seit meiner Buchhandlungszeit in Hannover bin ich mit dem Bookclub-Virus infiziert: Man liest gemeinsam ein Buch und spricht anschließend darüber.
Spannenderweise machen mir diese Diskussionsabende am meisten Spaß, wenn ich das gelesene Buch nicht mochte oder nicht wirklich warm damit werden konnte. Dann gibt es immer mehr zu erzählen und zu diskutieren, als wenn alle in der Runde sitzen, sich anlächeln und schwärmen wie schön das Buch doch gewesen ist :-).

Auch hier in Kanada gehöre ich zu den regelmäßigen Teilnehmern eines Bookclubs. Allerdings werden in dieser Runde vorzugsweise kanadische Bücher gelesen und da brauche ich manchmal einfach ein wenig Abwechslung...
Daher bin ich vor etwa zwei Jahren der großen deutschen Online-Plattform lovelybooks.de beigetreten. Letztes Jahr bin ich auf die Let's read English-Challenge aufmerksam geworden, die von Lovelybooks und Penguin Random House zusammen angeboten wird. Da war ich natürlich sofort dabei :-).
Alle Teilnehmer haben das Jahr über fleißig englische Bücher gelesen und Rezensionen dazu geschrieben. Die Mitglieder mit den meisten Rezensionen haben jetzt ein Buchpaket direkt aus London als Dankeschön erhalten.
Trommelwirbel... tada:

Ich hab auch ein Buckpaket gewonnen! Ich hab mich sehr gefreut und mich dann prompt für die neue English Challenge angemeldet. Dieses Jahr gibt es sogar einen Wochenendtrip nach London zum Verlagshaus zu gewinnen... Zugegebenermaßen, den will ich gar nicht gewinnen - aber es macht einfach Spaß sich mit Gleichgesinnten über Bücher auszutauschen. Egal, ob auf Deutsch oder Englisch.
Und wenn am Ende dann vielleicht wieder ein paar Bücher als Geschenk in meinem Briefkasten landen, sage ich auch nicht 'Nein' :-).
Falls ihr euch auch anmelden wollt:  
http://www.lovelybooks.de/autor/LovelyBooks/LovelyBooks-Spezial-1054689275-t/leserunde/1218744320/

Lovelybooks bietet auch noch diverse andere Challenges an, für Bücherratten lohnt es sich, auf der Seite mal vorbeizuschauen.
Und hatte ich erwähnt, dass sie auf der Seite auch regelmäßig Bücher verlosen... :-)?

Donnerstag, 28. Januar 2016

Der Schein trügt!

Der erste Monat des Jahres ist schon fast vorbei, aber ich denke, es ist noch nicht zu spät für einen Vorsatz fürs neue Jahr. In den letzten Tagen habe ich (in unterschiedlichen Zusammenhängen) immer wieder das Sprichwort 'Don't judge a book by its cover' gehört.
Dieser Satz hat mich zu folgender privater Lesechallenge 2016 inspiriert:

Ich will mindestens drei Bücher lesen, die ein abgrundtief häßliches Cover haben.

Erst wollte ich mir eine höhere Anzahl vornehmen, aber bei dem Gedanken daran, dass der Inhalt dieser Bücher vielleicht wirklich nicht so doll sein könnte, hab ich meine Challenge auf drei Stück begrenzt. Ausgeschlossen sind all diese 'Softporno'-Geschichten für gelangweilte Hausfrauen (böses Vorurteil, ich weiß) mit einem halbnackten, muskelbepackten Kerl auf dem Titel, der eine ohnmächtig aussehende Frau mit wallender Mähne im Arm hält. Da weiß ich schon, dass mir der Inhalt genau so wenig gefallen würde wie der Titel. Und ich möchte gern Bücher finden, die trotz ihres nicht-ansprechenden Cover gute Geschichten enthalten.
Bisher habe ich keine Ahnung, wie ich die Bücher überhaupt auswählen soll, denn in der Regel greift man ja nur nach Büchern, die einen vom Cover her schon ansprechen. Ich muß also gezielt auf die Bücher zugehen, die ich sonst immer im Regal ignoriere. Mal sehen, wie gut das klappen wird... :-)

Im Moment sitze ich gerade über der ersten Korrektur von 'Möhrenmord'. In diesem dritten Messekrimi machen mir einige Szenen ein paar Probleme, aber auch die werden noch gelöst werden...

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresende

In diesem sehr warmen Dezember (der El Nino-Effekt hat uns dieses Jahr leider viel Regen bei 10 Grad anstelle von Minusgraden, Schnee und blauen Himmel beschert) kam kaum Weihnachtsstimmung in unserer Stadt auf. Ein Geschäft hatte daher eine ganz witzige Idee: Jeder Kunde, der an der Kasse ein Weihnachtslied gesungen hat, hat 20% Rabatt auf den gesamten Einkauf bekommen!
Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal in der Öffentlichkeit ein Weihnachtslied ganz allein gesungen habe - vielleicht war es sogar das erste Mal in meinem Leben. In Ermangelung meiner Standfestigkeit, was englische Weihnachtslieder angeht (die ersten paar Zeilen kann ich meistens noch, aber dann kann ich nur noch summen), hab ich dann 'O Tannenbaum' gesungen. Sehr zum Vergnügen des Kassierers und der Kunden hinter mir in der Schlange :-).
Während ich dann meinen Einkauf eingepackt habe, kam ich in den Genuß eines spanischen, französischen und sogar eines japanischen Liedes. Ich habe keine Ahnung, ob das wirklich Weihnachtslieder waren, aber sie klangen nett.
Es war eine tolle Aktion, die mir mal wieder die kanadische mulit-kulti Gesellschaft in Kanada bewußt gemacht hat. Und auch gezeigt hat, wie einfach manchmal kulturelle Grenzen aufgehoben werden und Gemeinsamkeiten gefunden werden können.

In diesem Sinne wünsche ich euch alles Gute fürs neue Jahr - seid offen zueinander.

Freitag, 27. November 2015

NaNoWriMo 2015

Juhu - es ist der 27.November und ich habe schon 49.666 Wörter geschrieben! 50.000 Wörter bis Ende des Monats habe ich mir im Zuge des NaNoWriMo (nanowrimo.org) vorgenommen, denn das wird der Grundstock für den zweiten Hansel & Pretzel-Krimi sein.
Es wäre doch gelacht, wenn ich in den nächsten drei Tagen nicht noch 334 Wörter aufs Papier bringen sollte...